Wieviel offene Kommunikation ist in der Politik möglich?

Dies ist eine rohe Version des Protokoll, das per Etherpad kollaborativ erstellt wurde.


Erfahrungen beim Politcamp2010
Ministerin war nett, oder wollte zumindest so erscheinen. Das ist aber nichts besonderes.

Prominenz zieht Teilnehmer von interessanten Sessions ab. Jeder kann selbst entscheiden, was er sich ansehen will.

Woran misst man denn, ob was rumkommt?

Grundsätzliches

Barcamps in Parteien?

  • -lieber geschlossen und unter Kontrolle halten
  • -die bösen Journalisten picken sich das Falsche raus und uns damit auf
  • -warum nicht öffentlich?
  • Beispiel SPD: Bereitschaft grdsl. da aber Angst vor Fremdübernahme und der Presse vor dem nächsten Tag
  • Problem ist, wie das ganze nachher reflektiert wird.
  • Was ist mit einer Gruppe, die der Partei schaden will, auftritt und Themen besetzt?
  • Wenn sich eine Partei zunächst über die eigene Struktur unterhält, dann muss man das intern regeln. Erst wenn es um Inhalte geht kommuniziert man öffentlich.
  • Man muss als Partei auch mal sagen können, was man möchte und sich dies zutrauen.
  • Man kann auf Veranstaltungen ja auch zwischen Mitgliedern und Nichtmitgliedern unterscheiden.
  • Willensbildung in Parteien findet meistens von oben nach unten statt. Gibt meistens einen kleinen Klüngelkreis. Ist manchmal auch notwendig.
  • Man muss evtl. auch mal einen Punkt erst intern ausdiskutieren bevor man an die Öffentlichkeit geht. Beispiel auch Gender-Debatte Piraten: Eine Einzelmeinung, die hochgekocht wird.
  • Man muss es erstmal in einem geschlossenen Raum diskutieren und dann an die Öffentlichkeit gehen. Auch Konkurrenzgedanke: Was ist wenn Partei X dann das Thema schnell kopiert?
  • Experiment der Piratenpartei mit radikaler Offenheit ist interessant
  • Was ist mit denen, die nicht an der öffentlichen Diskussion teilnehmen können oder wollen?
  • Daher Tool-Diskussion nicht so wichtig wie die Kultur.
  • Medienkompetenz hat nicht nur was mit Sauffotos zu tun sondern auch, wie man online diskutiert.
  • Als Politiker ist man an einem Meinungsaustausch mit den Bürgern interessiert. Tatsache ist auch, das es für die Parteien oft erfolglos um Aufmerksamkeit ringen. Wenn von den zahlreichen Mitteilungen mal welche veröffentlicht werden, werden sie oft trotzdem nicht gelesen. Auch wenn man alle Beratungen streamen würde, wäre es trotzdem nur eine kleine Minderheit, die dem folgen würde.
  • Problem: Die Diskussion wird als etwas schlechtes und damit berichtenswertes gesehen. Davon müssen wir wegkommen. Dadurch keine offene Diskussion.
  • Wenn das Thema von jemandem anderen gemacht wird, ist auch ok.
  • Partei wird nur gewählt, weil sie ein bestimmtes Image hat, nicht nur wegen eines Themas. Das Paket muss das Bemühen haben, besonders gut dazustehen. Also muss man abwehren, dass jemand die eigenen Ideen klaut.
  • Das ist eine predigitale Idee. Es geht um Partizipation. Delegation muss auch möglich sein, Zeitproblem. Also nach wie vor Repräsentativität benötigt. 
  • Ergebnis eines Streits muss aber auch irgendwann gezogen werden.
  • Es gibt noch das private Gespräch. Alle sind beruhigt ;-)
  • PR-Stragen funktionieren nicht mehr. Wenn man das aufgedrückt bekommt, kann man an der Basis nicht mehr offen diskutieren. Die Piraten haben dies nicht, die können anders auftreten. Bei den anderen Parteien daher schwieriger, auch beim Ausscheren.
  • Eine Methode, mehr in die Presse zu kommen kann auch Offenheit sein. Die Frage ist aber: Wie weit kann man gehen?
  • Ideenklau, kann man da auch noch von reden, wenn es im Wahlprogramm steht?
  • Das mit der Kungelei ist doch gar nicht so. Man braucht auch nicht immer das Internet um offen zu kommunizieren. <beispiel weggelassen>. Man muss es auch nachvollziehbar machen.
  • Frage Parteitag: Wieviel wird im Vorfeld geregelt, was auf dem Parteitag?
  • Warum nicht in einer Partei engagieren?
  • Digitale Transparenzvorreiter müssen sich auch an analoger Realität reiben. 
  • Wir brauchen eine Struktur, die Kommunikation als gesellschaftliches Werkzeug auch umsetzt.
  • Man gibt seine Meinung nicht an der Garderobenstange ab, wenn man in eine Partei eintritt. 
  • Versteckt man sich hinter seinem Account, z.B. bei Twitterwalls? Hängt aber von der Person ab. 
  • Identitätsverständnis des Bürgers ist noch nicht richtig entwickelt.